Auf jeder Hochzeit befinden sich meist noch unverheiratete junge Menschen. Früher waren Hochzeiten gleichzeitig auch Feste, an denen so manche Hochzeit angebahnt und geplant wurde. Einige Bräuche dienen dazu, herauszufinden, wer als nächster heiratet. Im folgenden finden sie drei kurz vorgestellt.
Der Schleiertanz
Gegen Ende der Feier nimmt die Braut ihren Schleier ab und verbindet sich damit die Augen und versucht nun eine der unverheirateten Frauen zu fangen. Wen sie gefangen hat, darf den Schleier behalten und als nächstes heiraten.
Brautstrauss werfen
Während der Feier versammeln sich alle unverheirateten Frauen. Die Braut steht mit dem Rücken zu ihnen und wirft den Strauss weit hinter sich. Diejenige, die den Strauss fängt, soll als nächste dem Standesbeamten gegenüberstehen. Im Zuge der Gleichberechtigung hat sich heute aber auch schon das Werfen des Brautstrumpfbandes eingebürgert. Dabei stehen die unverheirateten Männer und warten darauf, dass der Bräutigam das Strumpfband seiner Frau hinter sich wirft.
Der gefüllte Knödel
Dieser Brauch stammt wieder aus ländlichen Gegenden. Dort findet man zum traditionellen Hochzeitsmahl meist die selbstgemachten Knödel, die vorher in grossen Mengen von den Frauen hergestellt wurden. Bereits Tage vorher treffen sie sich im Haus der Brautmutter, um die köstlichen Speisen vorzubereiten. In einer dieser geselligen Runden kam wohl der Brauch zustande, eine der vielen Knödel mit einer Zwetschge oder einer Mandel zu füllen. Wer nun beim Hochzeitsessen diese Knödel bekam, war als nächster mit der Hochzeit dran. Allerdings konnte es dabei auch schon einen verheirateten Gast treffen.