Der Baum als Symbol für den gemeinsamen Anfang ist sicher einigen bekannt. Am Tag der Eheschliessung wird entweder im eigenen Garten oder auf Grünflächen der Heimatgemeinde ein Bäumchen gepflanzt.

Er wächst und gedeiht mit den Jahren, wie die beginnende Ehe. So verschieden die Wachstumsphasen und die Jahresringe sind, wird auch Ihre Ehe sein.

Welchen Baum Sie für Ihren Hochzeitsbaum wählen, kann unterschiedliche Gründe haben. Sie wählen einen Baum, der Ihnen etwas bedeutet oder mit dem Sie etwas verbinden. Vielleicht kennen Sie noch die Baumart, unter der Sie Ihr erstes Rendezvous hatten oder in welchen Sie Ihre Initialen in ein Herz geritzt haben. Sie können aber auch einen Baum aufgrund seiner Symbolik auswählen, denn auch Bäume stehen wie Blumen symbolhaft für Eigenschaften oder Lebenseinstellungen. Eingeschränkt wird Ihre Wahl, wenn Sie einen Baum auf öffentlichen Grünflächen pflanzen möchten. Meist werden Ihnen einige wenige Baumarten zur Wahl gestellt, die im Begrünungsplan der Gemeinde festgelegt wurden.

Die Wahl, einen Baum in Ihrer Gemeinde zu pflanzen, möchten wir gerne etwas mehr anregen. Wir finden, daß dies ein schöner Brauch ist, der so manche Gemeinde wieder "grüner" machen würde, ohne dabei die Gemeindekasse zu strapazieren. Fragen Sie bei Ihrem Bürgermeister oder Ihrer Gemeinde nach. Vielerorts gibt es schon kleine Hochzeitswälder oder Parks. Teilweise stellen Gärtnereien und Baumschulen junge Bäume kostenlos zur Verfügung oder Sie müssen einen kleinen Obulus entrichten, um die Kosten der Anfangspflege zu decken.

Im folgenden möchten wir Ihnen kurz ein paar Bäume und Ihre Symbolik vorstellen.

Die Eberesche
Die Eberesche oder auch Vogelbeerbaum zählt als "Lebensbaum". Nach einem irischen Sprichwort zufolge ist die Eberesche auch ein Schutz gegen Blitzschlag und allerlei Hexenzauber, ihre Beeren sollen Wunden heilen und das menschliche Leben um ein Jahr verlängern.

Die Weide
Allein ihr schönes Aussehen und die beruhigenden Geräusche, wenn man in ihrem Schatten steht, erzählt viel über diesen Baum. Sie zählt als Baum der Dichter und Zauberer. So manches Liebesgedicht wurde unter den Zweigen einer Weide geschrieben. Weidenzweige sollen der Sage zufolge auch als Zaubermittel gegen Eifersucht helfen, weshalb früher viele junge Männer einen kleinen Weidenzweig am Revers ihres Hutes trugen.

Die Eiche
Die Eiche zählt zu den stärksten und zähesten Bäumen. Sie steht für die Dauerhaftigkeit und Beständigkeit einer Ehe. Ebenso wie die Eiche alle Stürme überleben will und große Dürreperioden übersteht, sollte die Ehe nicht vor kleineren "Stürmen" und äußeren Einwirkungen in die Knie gehen. Dass die Eiche als der König unter den Bäumen zählt, liegt wohl daran, dass die Menschen früher glaubten, dass sich ihre Wurzeln genauso tief ins Erdreich erstrecken wie ihre Äste in den Himmel. In der Mythologie ist die Eiche der Baum des Zeus und Jupiters, der Donnergötter. Mit dem Holz der Eiche wurden früher alle Mittsommerfeuer entzündet.

Die Birke
Die Birke hat viele Bedeutungen. Bereits bei den Römern wurden Birkenzweige benutzt, um neue Grenzen abzustecken und böse Geister zu vertreiben. Im bäuerlichen Brauchtum wurden Birkenreiser verwendet, um die Geister des alten Jahres zu vertreiben. Das hängt damit zusammen, dass die Birke zwar einer der ersten Bäume ist, die im Frühjahr Grün ansetzt, aber die Zweige erst spät im Jahr hart werden. Auch eine Ehe, noch jung und verliebt, ist schön wie das zarte Grün, aber erst mit der Zeit wird sie stark genug, um auch Wiederstand von außen gemeinsam zu überstehen.

Der Haselstrauch
Der Haselstrauch ist der Baum der Weisheit und der Wahrheit. In den keltischen Sagen ist die Haselnuss das Symbol für konzentrierte Weisheit: etwas Süsses, Festes und Nährendes, eingeschlossen in einer harten Schale. In England, aber auch in ganz Europa, benutzt man teilweise noch bis heute Haselruten, um verborgene Wasseradern oder verborgene Schätze aufzufinden. Auch das kann man auf die Ehe übertragen. Hören Sie nie auf nach den verborgenen Schätzen und guten Eigenschaften Ihres Partners zu suchen.